Meist beginnt alles mit dem Kauf eines vermeintlich harmlosen Schranks, eines Teppichs oder mit einer Baumaßnahme: Gestank, Augentränen, Atemwegreizung, Schlaflosigkeit und andere Krankheitssymptome setzen ein.
Im Unterschied zur Außenluft gibt es für die Luftbelastung in Innenräumen keine gesetzlichen Vorgaben. Das ist eine bedeutende Lücke im Verbraucherschutz, denn immerhin halten wir uns in Deutschland zu 80 bis 90 Prozent des Tages in geschlossenen Räumen auf.
Wer glaubt, eine Schadstoffquelle im Haus zu haben, der muss sich in der Regel allein auf die Suche machen. Bei schwer auffindbaren Emissionsquellen kann es im Einzelfall aber schwierig werden, sein Recht auf gesunde Luft in den eigenen vier Wänden gegenüber Händlern oder Handwerkern durchzusetzen. Dann geht es oft nicht ohne Gutachter.
Bevor man teure Schadstoffmessungen in Auftrag gibt, sollte immer zunächst ein Arzt aufgesucht werden, am besten ein zugelassener Umweltmediziner.
Bei der Wahl eines geeigneten Prüflabors gilt es dann, die Spreu vom Weizen zu trennen. Nicht jedes Institut erfüllt die erforderlichen Qualitätsanforderungen. Denn es gibt durchaus schwarze Schafe, die Geschäfte mit der Angst der Kunden vor Schadstoffen machen.
Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn mit der Messung auch gleich Sanierungsmaßnahmen angeboten werden.
(Quelle: Verbraucher Initiative e.V.)
Konkrete Tipps für die Suche nach einem seriösen Prüfinstitut sowie Informationen und praktische Hilfen für das Erkennen, Bewerten und Beseitigen von Schadstoffen im eigenen Heim finden Sie unter www.verbraucher.org.