Wenn sich die Bundesbürger einen Bodenbelag aussuchen, steht Teppich nach wie vor hoch im Kurs. Seine Vorteile liegen auf der Hand: Teppichboden ist warm, weich, trittsicher und lärmdämmend. Zur Produktqualität gehören auch die Umwelteigenschaften des Teppichs und die Sicherheit, dass er nicht in illegaler Kinderarbeit hergestellt wurde.
Erst mit der Erfindung des mechanischen Webstuhls im 18. Jahrhundert wurden Teppiche für die breite Masse erschwinglich. Zuvor konnten es sich nur reiche Adlige und wohlhabende Bürger leisten, ihre Häuser mit kostbaren Knüpfteppichen aus dem Orient zu schmücken.
Heute werden in Deutschland über 200 Millionen Quadratmeter Teppichboden pro Jahr hergestellt. Kunstvolle Knüpf- und Webteppiche kommen aber nach wie vor aus Indien, Pakistan und Nepal zu uns. Dort sind es vielfach Kinder, die sie an langen Arbeitstagen in schlecht belüfteten Räumen knüpfen. Teppiche, die nicht in illegaler Kinderarbeit hergestellt wurden, erkennt man am Rugmark-Siegel.
Ein Teppich bestimmt die Atmosphäre eines Raumes maßgeblich und wird meist für viele Jahre angeschafft. Neben dem Design und Material sollten daher auch die Umwelteigenschaften des Teppichbodens in die Kaufentscheidung einfließen.
Informieren Sie sich über die Materialien, die verwendeten Kleber, Faserbehandlungsmittel und Reinigungsmöglichkeiten. Umweltzeichen wie das GuT-Signet, das TÜV-Umweltzeichen oder das Greenline-Siegel geben Ihnen Orientierung.
Auf www.oeko-fair.de informiert die VERBRAUCHER INITIATIVE jetzt zum Thema Teppich.
(Quelle: Verbraucher Initiative e.V.)