Das neue Informationspaket „Wärmepumpen“ des Informations-Dienstes BINE zeigt in der aktuellen 4. Auflage die Möglichkeiten auf, Umweltwärme aus Wasser, Erdreich und Luft für die Heizung zu nutzen und erläutert, worauf es bei der Auslegung für die unterschiedlichen Wärmequellen ankommt. Zentrale Aspekte sind dabei Wirtschaftlichkeit, Energieverbrauch und Schadstoffemissionen. Der Serviceteil umfasst weiterführende Literatur sowie Adressen von Herstellern und Institutionen, die sich mit der Wärmepumpe befassen.
BINE ist ein Informationsdienst des FIZ Karlsruhe, einem Dienstleister und Servicepartner für das Informationsmanagement und den Wissenstransfer in Wissenschaft und Wirtschaft. BINE wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.
Das BINE-Informationspaket wurde von Frank-Michael Baumann (Landesinitiative Zukunftsenergien) in Zusammenarbeit mit weiteren renommierten Wärmepumpen-Experten aus wissenschaftlich-technischen Fachinstitutionen und Verbänden erstellt. Es hat 112 Seiten und kostet 19,80 Euro. Die ISBN-Nummer: 3-934595-60-X. Es kann bestellt werden unter www.bine.info/templ_meta.php/publikationen/buecher/158/link=clicked
Zum Hintergrund: Heizungsanlagen mit Wärmepumpen werden seit mehr als 50 Jahren zur Beheizung von Wohngebäuden eingesetzt. Die Technik ist heute ausgereift und zuverlässig. Sorgfältig ausgelegte Anlagen können sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich gegenüber anderen Heizsystemen gut bestehen. Höheren Anschaffungskosten stehen niedrigere Energie- und Betriebskosten gegenüber.
Dennoch handelt es sich im Vergleich zu konventionellen Öl- oder Gasheizungen in Deutschland immer noch um ein Nischenprodukt. Nur bei etwa zwei Prozent aller Heizungsanlagen erzeugen derzeit Wärmepumpen die Heizwärme. Seit Anfang der neunziger Jahre wachsen aber die Absatzzahlen kontinuierlich. Insbesondere in den letzten Jahren erlebt die Technik geradezu einen Boom. Speziell im privaten Wohnungsbau steigt die Nachfrage.
Wärmepumpen eignen sich besonders für Energie sparende Neubauten. Niedriger Heizwärmebedarf durch eine solide Wärmedämmung des Gebäudes und eine Wärmeverteilung auf niedrigem Temperaturniveau etwa mit Fußbodenheizung sind gute Voraussetzungen für ihren Einsatz. Auch für Häuser mit extrem niedrigem Wärmebedarf, wie Niedrigstenergie- und Passivhäuser, werden geeignete Systeme angeboten. Kleinstwärmepumpen in Lüftungskompaktgeräten lassen sich in die Wohnungslüftungssysteme integrieren und nutzen die Wärme der Abluft. Durch Umschalten des Kältemittelkreislaufs kann bei einigen Systemen auch gekühlt und gleichzeitig Brauchwasser erwärmt werden.