Mit steigenden Gas- und Heizölpreisen wächst auch das Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit den Wärmelieferanten. Kaum jemand lässt heute noch das Fenster auf, während die Heizung läuft. Doch wie kann man darüber hinaus Wärmeverluste vermeiden und Energiekosten senken?
Fenster und Türen dicht zu halten, ist keine Lösung. Frische Luft ist sogar notwendig. „Ein geregelter Luftaustausch sorgt nicht nur für die grundsätzliche Versorgung mit Sauerstoff, sondern verhindert Schimmelbildung.“, wissen die Experten der DIY Academy. Immer wenn feuchte, erwärmte Raumluft auf kältere Wände, Ecken oder Fensterlaibungen trifft, lagert sich diese als Kondenswasser ab. Wenn die Feuchtigkeit dann nicht verdunsten kann, entstehen und verbreiten sich möglicherweise gesundheitsschädliche Schimmelsporen.
Vermeiden lässt sich dies durch regelmäßiges Lüften. „Am Besten mehrmals am Tag einige Minuten bei geöffneten Fenstern und Zimmertüren kräftig Durchzug veranstalten.“, lautet die Empfehlung der DIY Academy. Somit gelangt genügend Frischluft in die Wohnung, ohne dass die Raumtemperatur zu sehr absinkt. Wichtig: Heizung vor dem Lüften abstellen, denn sonst arbeitet die Anlage auf Hochtouren, um den kurzzeitigen Temperaturabfall auszugleichen.
Wenn es draußen klirrend kalt ist, freut sich jeder über eine warme Wohnung. Doch wer den ganzen Tag im Büro verbringt, muss nicht zwingend bis abends durchheizen. Eine Zeitschaltuhr am zentralen Temperaturregler sagt der Heizanlage, wann sie anspringen und wann sie im Sparmodus weiterlaufen oder pausieren soll. Wichtig ist dabei, eine niedrige Grundtemperatur in der gesamten Wohnung beizubehalten. Denn ansonsten braucht das System viel zu viel Energie, um die ausgekühlten Zimmer auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen. Wer seine Heizkörper manuell regulieren muss, sollte das Ventil in Abwesenheit auf Sparflamme stellen.
Die empfohlenen Temperaturwerte richten sich ansonsten nach der Raumnutzung: In der Küche beispielsweise reichen 18 Grad aus, da die Wärme von Herd, Spülmaschine oder Backofen mithelfen, während im Wohnzimmer 20 bis 22 Grand von den meisten als angenehm empfunden werden. In einem kühlen Schlafzimmer schläft es sich besser, wissen viele, und dennoch sollte auch hier auf niedriger Stufe geheizt werden.
Tipp: Mit dem Absenken der Raumtemperatur um nur ein Grad, kann man bis zu sechs Prozent der Heizkosten sparen! Optimal sind Thermostatventile in Kombination mit einer zentralen Temperaturregelung und Zeitschaltuhr, die sich nach der Außen- bzw. Innentemperatur richten. Sie halten die eingestellte Raumtemperatur und aktivieren das Heizsystem nur dann, wenn die Temperatur fällt.
Weitere Sofort-Hilfemaßnahmen und Energiespartipps der DIY Academy für die nächste Heizsaison: Wärmestau vermeiden und Heizkörper frei lassen. Vorhänge und Rollladen nachts schließen. Heimliches Dauerlüften vermeiden und zugige Fugen bzw. Ritzen mit Dichtungsprofilen verschließen. Wärmebrücken vermeiden und Heizkörpernischen nachträglich dämmen. Weitere Infos: www.dha.de.