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Haus und Heizung winterfest machen: 12 Tipps vom Bund der Energieverbraucher

 

Trotz kurzfristig sinkender Ölpreise rechnet der Bund der Energieverbraucher mit weiter ansteigenden Heizkosten. Viele Verbraucher stehen dadurch angesichts sinkender Einkommen vor finanziellen Problemen.

Der Bund der Energieverbraucher rät deshalb zum Winteranfang zur Prüfung von Heizung und Wohnung. Ähnlich wie das Auto muss auch das Haus winterfest gemacht werden. Der größte Teil der Energiekosten entsteht im Winter durch das Heizen.

Verbraucher sollten sich über Ihren Verbrauch an Energie und die dadurch entstehenden Kosten klarwerden. Die höheren Öl- und Gaspreise machen Einsparungen zu einem sehr gewinnträchtigen und erfreulichen Unternehmen. Die letzte Energierechnung zeigt, wieviel Geld für die Heizung ausgegeben wurde.

Folgendes ist zu tun:

Heizung entlüften, wenn die Heizkörper gluckern. Mit einem Entlüfterschlüssel an jedem Heizkörper die Luft entweichen lassen. Eventuell Wasser im Heizkreis nachfüllen, bis der richtige Betriebsdruck wieder erreicht ist. Vor dem Entlüften die Heizungspumpe abschalten.

Kesselwartung durchführen. Das verbessert den WIRKUNGSGRAD und man heizt weniger "in den Kamin".

Ritzen und Spalten an Fenstern und Türen gut abdichten. An sehr kalten und windigen Tagen zieht es sonst unangenehm kalt ins Haus und viel Heizenergie geht nutzlos verloren. Eine Kerze an einem windigen Tag zeigt, wo Undichtigkeiten sind. Mit Dichtband o.Ä. abdichten. Die Steckdosen nicht vergessen.

Heizungsregelung überprüfen. HEIZKURVE sollte so niedrig wie möglich stehen, die Verschiebung der Kurve auf 3 bis 5 Grad einstellen. NACHTABSENKUNG auf 16 Grad Innentemperatur stellen, so dass der Kessel nachts abschaltet. Auch die Heizungspumpe sollte nachts Pause machen.

Heizungspumpe auf die niedrigste Position einstellen. Das spart Stromkosten und verhindert störende Geräusche im Haus. Allerdings müssen alle Heizkörper noch warm werden. Bei stark ungleichmäßiger Erwärmung den hydraulischen Abgleich der Anlage überprüfen lassen.

Laufende Verbrauchskontrolle verhindert böse und teure Überraschung. Bei Gasheizung sollte man mindestens einmal wöchentlich den Zählerstand notieren. Der Gaszähler zählt Kubikmeter Gas. Ein Kubikmeter enthält etwa zehn Kilowattstunden (der genaue Faktor ist in der letzten Abrechnung angegeben). Multiplizieren mit dem Preis je Kilowattstunde zeigt, wieviel Geld seit der letzten Ablesung verheizt wurde. Bei Ölheizung den Füllstand des Tanks monatlich notieren. Derzeit kosten ein Liter Heizöl im Schnitt 60 Cent und eine Kilowattstunde Gas 6 Cent.

Keinesfalls mit Strom heizen. Denn das wird schnell teuer, ohne dass man es bemerkt. Eine Kilowattstunde Wärme kostet 6 Cent mit der Gasheizung, jedoch 19 Cent aus der Steckdose. Lässt man eine Radiatoren-Heizung oder einen Heizlüfter mit üblichen 2 kW Leistung über zehn Stunden laufen, dann hat man 2 kW x 10 h = 20 kWh verbraucht, die 3,80 Euro kosten.

Nachts Rollläden schließen und Vorhänge zuziehen, das ist eine variable Wärmedämmung.

Warmwassertemperatur nicht über 60 Grad einstellen. Höhere Temperaturen verschwenden Energie für die Erwärmung und lassen die Leitungen schneller verkalken.

Heizkörper nicht durch Möbel oder Ähnliches verstellen, damit die Luft frei vom Heizkörper in den Raum zirkulieren kann.

Heizgewohnheiten überdenken. Besonders an kalten Tagen braucht nicht das ganze Haus bzw. die ganze Wohnung behaglich warm sein. Türen geschlossen halten und nur einen Raum gut heizen kann viel Geld sparen. Was die wenigsten wissen: Ein großer Teil der Heizenergie wird an den sehr wenigen sehr kalten Wintertagen verbraucht. Die Heizkosten an einem einzigen kalten Tag können leicht zwischen fünf und zehn Euro liegen.

Lüftungsgewohnheiten überdenken. Besonders dauernd gekippte Fenster kosten viel Geld. Zwei bis dreimal täglich fünf Minuten kurz lüften.




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