Tag für Tag liefert die Sonne Energie, kostenlos und umweltfreundlich. Man muss sie nur richtig nutzen. So kann eine thermische Solaranlage bis zu zwei Drittel des jährlichen Bedarfs an Warmwasser abdecken, der in einem Einfamilienhaushalt anfällt. Voraussetzung ist eine optimale Ausrichtung der Solaranlage zur Sonne – am besten auf dem Dach.
Und so funktioniert’s: Herzstück der Anlage ist der Kollektor. Unter seiner Glasfläche liegt ein Absorber, der die einfallende Sonnenstrahlung aufnimmt. Ihn durchströmt ein Gemisch aus Wasser und umweltverträglichem Frostschutzmittel, das sich durch die Sonneneinstrahlung erwärmt. In einem ständigen Kreislauf zirkuliert diese Wärmeträgerflüssigkeit zwischen dem Kollektor auf dem Dach und einem Warmwasserspeicher im Haus. Die Größe der benötigten Kollektorfläche für Warmwasser richtet sich nach der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. Als Faustregel gilt: 1,2 – 1,5 m² Kollektorfläche pro Person.
Im Gegensatz zur Photovoltaik, bei der Sonnenenergie in Strom umgewandelt wird, ist die Anlagentechnik von thermischen Solaranlagen einfach und technisch ausgereift. Handelsübliche Kollektoren wandeln 50 bis 65 Prozent der auftreffenden Sonnenenergie in Wärme um. Damit die gewonnene Wärme jederzeit, auch an grauen und regnerischen Tagen bereit steht, wird sie in Warmwasserspeichern zwischengespeichert.
Will man mit einer thermischen Solaranlage auch die Heizung unterstützen, verdoppelt sich die Größe der Kollektorfläche. Ein Quadratmeter Kollektorfläche erzeugt im Jahr etwa 400 kWh Wärmeenergie. Das entspricht der Energiemenge, die durch die Verbrennung von 40 Liter Heizöl oder von 400 Kubikmeter Erdgas entsteht – und das ohne Belastung der Umwelt mit CO2.
Weitere Informationen unter www.hbo.de/bauen