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Energie sparen mit Glas und Rahmen: Moderne Fenster senken die Heizkosten

 

Beim Thema Energiesparen setzen Hauseigentümer zunehmend den Hebel am Fenster an. „Zu Recht, denn mehr als ein Drittel aller Wärmeverluste eines Hauses gehen auf das Konto thermisch nicht ausreichend gedämmter Fenster“, sagt der Geschäftsführer des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller, Ulrich Tschorn. Von den 560 Millionen Fenstereinheiten im deutschen Gebäudebestand sind noch nicht einmal 40 Prozent mit aktuellem Wärmedämmglas ausgestattet. Rund 340 Millionen Fenster müssten saniert oder ausgetauscht werden, um sie auf den heutigen energetischen Stand der Technik zu bringen, schätzt der Verband.

Großzügige Fenster sind prägend für eine Wohnkultur der offenen und vom natürlichen Tageslicht durchfluteten Räume. Die ausgedehnten Glasflächen vermitteln ein freies, offenes Lebensgefühl, auf das niemand verzichten muss. Denn Fenster stellen längst nicht mehr die energetische Schwachstelle des Hauses dar, Energiesparfenster tragen vielmehr entscheidend zur Verbesserung der Energieeffizienz bei. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit einer Fensterfläche von 25 Quadratmetern ist ein jährliches Einsparpotenzial von bis zu 500 Litern Heizöl allein durch eine Erneuerung der Fenster realistisch. Das entlastet die Haushaltskasse um etwa 350 Euro je Heizperiode. Bei bestimmten Altbauten kann der Austausch einfach verglaster Fenster sogar zu einer Einsparung von fast 1.000 Euro im Jahr führen.

 

Energiesparfenster müssen zwei wichtige Eigenschaften erfüllen: Sie sollen so wenig Wärme wie möglich hinaus lassen und sie sollen luftdicht schließen. Moderne beschichtete Isolierglas-Fenster bestehen üblicherweise aus zwei Glasscheiben, von denen eine mit einer dünnen Edelmetallschicht versehen ist. Diese hält die Wärme im Raum. Die Zwischenräume zwischen den Glasscheiben sind nicht etwa luftleer, sondern mit einem Edelgas wie Argon oder Krypton gefüllt. Das verbessert die Wärmedämmung noch einmal. Daher werden derartige Fensterscheiben auch „Warmglas“ genannt. Ihre Wärmedämmung ist um rund 60 Prozent besser als bei unbeschichtetem Isolierglas. Manche High-Tech-Scheiben wie Passivhausverglasungen senken die Energieverluste sogar um bis zu 80 Prozent. Das Prinzip des Isolierglases ist übrigens schon lange bekannt: Das älteste Patent für Isolierglas datiert aus dem Jahr 1865.

 

Die Qualität eines Fensters wird auch durch den Blend- und Flügelrahmen bestimmt. Er trägt mit einem Anteil von etwa einem Drittel an der Fensterfläche erheblich zur Wärmedämmung bei. Die Wärmedämmwerte der Rahmen sollten ähnlich niedrig ausfallen wie die der Glasscheiben, um mit der gesamten Fensterkonstruktion optimal Energie zu sparen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Sanierung ist der Aus- und Einbau durch einen qualifizierten Fensterfachbetrieb.

 

Wer sein Gebäude modernisiert, dem greift der Staat kräftig unter die Arme: Attraktive Anreizprogramme wie das „KfW-C02 Gebäudesanierungsprogramm“ und das Programm „Wohnraum Modernisieren“ bieten besonders günstige Zins- und Tilgungskonditionen. Erst am 5. September 2006 hat die Bundesregierung weitere 350 Millionen Euro Fördergeld für die Gebäudesanierung im Jahr 2006 bewilligt. Dies bedeutet bares Gelder für Hausbesitzer, die sich jetzt für den Einbau energiesparender Fenster entscheiden. Die Modernisierung bringt zudem einen verlockenden Steuerbonus, denn der Arbeitslohn des Handwerkers ist bis zu einer Höhe von 3.000 Euro zu 20 Prozent direkt von der Steuerschuld abzugsfähig. Bis zu 600 Euro an Steuern kann also sparen, wer seine alten Fenster vom Fachmann erneuern lässt. Noch deutlich höher ist der langfristige Spareffekt durch die dauerhaft niedrigeren Heizkosten. Bei der Fenstersanierung lohnt es sich also, auf Qualität zu achten.

 

Über Energieeffizienz und Fördermittel informieren die Deutsche Energie-Agentur dena www.dena.de und die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW www.kfw-foerderbank.de. Alles Wissenswerte über Fenster und Fassade unter www.window.de.




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